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Was machst du eigentlich, Mauricio?

In meinem Projekt entwickeln wir ein externes Application Programming Interface (API) für den Verkauf von Zugtickets im Bahnverkehr. Es handelt sich aber nicht nur um den eigentlichen Verkauf der Tickets, sondern um alle weiteren Schritte, die im Kaufprozess erfolgen und zum Ticketverkauf führen. Hierzu zählt sowohl die Suche nach einer Verbindung mit Start- und Zielpunkt als auch die Ausgabe und Darstellung möglicher Angebote – sei es in der Form von unterschiedlichen Preisstufen oder Sitzplatzreservierungen.

Darüber hinaus bietet unsere API auch die erforderlichen Funktionen zur Abbildung der Prozesse an, die nach dem Verkauf möglich sind, wie beispielsweise den Ticketausdruck oder eine Stornierungsoption.

Nutzer des API

Die derzeitigen Benutzer der API sind externe Unternehmen, die Tickets im Auftrag des Bahnunternehmens verkaufen. Diese Unternehmen können über verschiedene Online-Plattformen wie Webanwendungen und mobile Apps, oder auch in Reisebüros im persönlichen Verkauf, tätig sein. Die API dient nicht nur dem Verkauf an Privatkunden, sondern auch an Geschäftskunden wie Business Travel Management (BTM) Firmen. All diese Unternehmen, die die API nutzen, bezeichnen wir als „Partner“.

Technologie des API

Technologisch ist die API mit REST/JSON gebaut, die über eine API-Solution erreicht werden kann. Doch was bedeutet das genau?

Eine REST-API ist die Abkürzung für Representational State Transfer-API. Es handelt sich um eine spezifische Art von API, die dem architektonischen Stil des World Wide Web entspricht, wo Operationen wie Lesen, Erzeugen und Modifizieren auf Ressourcen/Objekte durchgeführt werden können. Diese APIs erlauben eine einheitliche Schnittstelle für die Kommunikation zwischen verteilten Systemen.

JSON ist ebenfalls ein hilfreiches und wichtiges Datenformat in der Webentwicklung, insbesondere beim Austausch von Daten mittels Schnittstellenstandards wie RESTful-API. Im Vergleich zu anderen Möglichkeiten für die Darstellung strukturierter Daten, etwa XML, ist JSON einfach zu erlernen und intuitiv in der Anwendung.

Was macht ein Business Analyst?

Was ist nun die Aufgabe eines Business Analysten? Diese Rolle ist in der IT-Welt weit verbreitet. Ein Business Analyst hat die Aufgabe, die Bedürfnisse und Anforderungen der Fachabteilungen eines Unternehmens zu verstehen und in technische Lösungen zu übersetzen. Die Hauptaufgaben können folgende Aspekte umfassen:

  • Anforderungsanalyse: Anforderungen von Stakeholdern sammeln, sie dokumentieren, und sicherstellen, dass sie klar, vollständig und verständlich sind.
  • Prozessanalyse: Bestehende Geschäftsprozesse untersuchen und dokumentieren. Mögliche Verbesserungen identifizieren und Vorschläge für effizientere Abläufe durch den Einsatz von Technologie definieren.
  • Lösungsentwicklung: Basierend auf den Anforderungen und Prozessanalysen arbeiten Business Analysten mit IT-Teams zusammen, um technische Lösungen zu entwerfen, zu spezifizieren und zu validieren, die den Geschäftsanforderungen entsprechen.
  • Kommunikation: Als Bindeglied zwischen den Geschäftsanforderungen und der technischen Umsetzung fungieren, zwischen den Stakeholdern und den Entwicklern vermitteln und sicherstellen, dass alle Parteien ein gemeinsames Verständnis vom Kontext haben.

Meine konkreten Aufgaben als Business Analyst umfassen zum Teil einige der oben aufgeführten Aufgaben, gehen aber auch darüber hinaus. Der Kern meiner Arbeit besteht darin, die Anforderungen der Fachbereiche aufzunehmen und sie in „Stories“ für die Entwicklung umzuwandeln. Dies geschieht agil nach den Methoden von Scrum, ein agiles Kollaborationsframework für die Softwareentwicklung in Kombination mit SAFe, einem Scaled Agile Framework, sprich einem Framework für die Kollaboration zwischen Scrum Teams.

Darüber hinaus stehe ich bei Fragen der Partner beratend, via Jira, einemProjektmanagement-Tool, das agile Methoden unterstützt, zur Seite. Außerdem helfe ich bei initialen Onboarding-Terminen mit neuen Partnern, bei denen ihnen erklärt wird, wie die Anbindung an die API funktioniert. Für Partner, die bereits in der Produktion sind, unterstütze ich die fachliche Betriebsführung, indem ich Produktionsprobleme analysiere und Nutzungsstatistiken erstelle.

Das Besondere an meiner Tätigkeit

Die Kommunikation mit den Fachbereichen, Entwicklern und externen Kunden (Partner) macht die Aufgabe sehr interessant und abwechslungsreich. Besonders die Interaktion mit Menschen teilweiße aus anderen Ländern macht mir sehr viel Spaß. Diese Diversität wird mit den Themen komplettiert, die nicht direkt mit dem Verkauf zu tun haben, wie Kooperationen mit (anderen) Firmen, die Auseinandersetzung mit Richtlinien für Zahlungen und EU-Gesetzvorgaben sowie die Bewertung der Wirtschaftlichkeit. All diesen Aspekten ist Folgendes gemein: Die Fähigkeit zu „analysieren“ spielt eine große Rolle bei meinen Aufgaben.

Glossar

API: Application Programming Interface

BTM: Business Travel Management

Scrum: Ein agiles Kollaborationsframework für die Softwareentwicklung

SAFe: Scaled Agile Framework, ein Framework für die Kollaboration zwischen Scrum-Teams

Jira: ein Projektmanagement-Tool, das agile Methoden unterstützt